Ab sofort führen wir die Baretts der französischen Manufaktur Laulhère – und haben sie vorher dort getestet, wo sie hingehören: in Paris.

Ein Herbstmorgen im Jardin des Tuileries. Die Kastanien färben sich rostrot, hinter den Baumkronen blitzt die Spitze des Eiffelturms hervor, und auf der steinernen Balustrade sitzt ein Barett in leuchtendem Kobaltblau. Mehr braucht es nicht, um zu verstehen, warum diese Kopfbedeckung seit fast 200 Jahren als Inbegriff französischer Lässigkeit gilt.
Genau dieses Gefühl holen wir jetzt nach Oberbayern. Mit Maison Laulhère nehmen wir eine Marke ins Sortiment, die das Barett nicht nur herstellt, sondern geprägt hat. Für uns ist das eine Herzensangelegenheit: Hier finden zwei Häuser zusammen, die beide wissen, wie viel Handwerk in einer guten Kopfbedeckung steckt.
Zwei Traditionshäuser, ein gemeinsamer Anspruch
Hut-Knittlberger wurde 1534 in Haag in Oberbayern gegründet. Damit sind wir das älteste Hutfachgeschäft Deutschlands – 306 Jahre bevor am Fuße der Pyrenäen die erste Laulhère-Mütze entstand.
Hut-Knittlberger: Meisterhandwerk seit 1534
Seit fast fünf Jahrhunderten beraten, formen und pflegen wir Kopfbedeckungen. Diese Erfahrung bestimmt, was in unser Sortiment kommt: nur Hüte und Mützen, deren Verarbeitung wir selbst mit gutem Gewissen empfehlen können.
Maison Laulhère: das Barett seit 1840
Laulhère fertigt seit 1840 in Oloron-Sainte-Marie im Béarn, am Fuße der Pyrenäen. Der französische Staat hat die Manufaktur als „Entreprise du Patrimoine Vivant“ ausgezeichnet – ein Siegel für lebendiges Kulturerbe und herausragendes Handwerk.
Übrigens: Die „Baskenmütze“ stammt ursprünglich gar nicht aus dem Baskenland, sondern aus dem benachbarten Béarn – also genau aus der Region, in der Laulhère bis heute produziert.

Warum Laulhère? Materialkunde für Kenner
Ein echtes Laulhère-Barett wird vollständig in Frankreich gefertigt – von der Auswahl der Wolle bis zur Endkontrolle von Hand. Das merkt man, sobald man es in der Hand hält.
Französische Merinowolle
Das Modell „Véritable Béret“ besteht außen aus 100 % französischer Merino-Schurwolle. Merino ist besonders fein, weich auf der Haut und wärmt, ohne zu kratzen.
Gestrickt, gewalkt, geformt
Ein Barett entsteht nicht aus Stoffbahnen, sondern aus einem Stück. Die Wolle wird rund gestrickt und anschließend gewalkt – also mit Wasser, Wärme und Bewegung zu einem dichten Filz verdichtet. Danach wird das Barett geschoren, gefärbt und über einer Form in seine typische Gestalt gebracht.
Was die Wolle kann
- Klimaregulierend: Wolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab – der Kopf bleibt warm, aber nicht verschwitzt.
- Wasserabweisend: Laut Hersteller ist das Barett von Natur aus wasserabweisend, ohne fluorhaltige Ausrüstung oder PFAS. Ein leichter Nieselregen perlt ab; für Dauerregen bleibt der Schirm die bessere Wahl.
- Formbeständig: Der dichte Walkfilz behält seine Form und lässt sich trotzdem flach in die Manteltasche stecken.
- Geprüfte Färbung: Laulhère färbt nach OEKO-TEX® Standard 100.

Stilberatung: So tragt ihr das Barett im Alltag
Das Schöne am Barett: Es gibt keine falsche Art, es zu tragen – nur verschiedene Wirkungen. Drei Varianten haben sich bewährt.
Klassisch: gerade und tief
Das Barett sitzt gleichmäßig auf dem Kopf, der Rand liegt knapp über den Augenbrauen. So tragen es die Bergbauern im Béarn seit Generationen. Die Wirkung ist ruhig und zurückhaltend – ideal zum Wollmantel oder zur Trachtenjacke.
Schräg: der Pariser Klassiker
Das Barett sitzt etwas weiter hinten und fällt seitlich über ein Ohr. Das ist der Look, den man aus dem Kino kennt. Ein paar Haarsträhnen an der Stirn dürfen ruhig sichtbar bleiben.

Modisch: als Statement
Weit am Hinterkopf getragen und mit Volumen nach oben wird das Barett zum Blickfang. Ein Beispiel aus unserem Paris-Shooting:
- Kobaltblau zu Leopard: Das kräftige Blau nimmt die Streifen der Schluppenbluse auf und setzt einen frischen Kontrast zum Animal-Print.
- Schwarz mit Metallösen zu Trenchcoat: Schwarz in Schwarz, gebrochen durch ein Tuch mit Punkten und goldenen Schmuck – Rive-Gauche-Chic pur.

Unser Tipp aus der Werkstatt
Beim ersten Aufsetzen das Barett mit beiden Händen von vorn nach hinten über den Kopf ziehen, dann die gewünschte Seite formen. Die Wolle gibt nach und „merkt“ sich eure Lieblingsform mit der Zeit.
Für wen ist das Barett? Für alle, die Stil lieben
Laulhère bezeichnet seine Baretts selbst als „mixtes“ – sie sind für Damen und Herren gemacht. Das Barett war ursprünglich die Mütze der Hirten und Bauern, wurde dann zum Erkennungszeichen von Künstlern und Intellektuellen und ist heute ein Klassiker für jedes Alter.
- Für Damen: feminin zur Schluppenbluse, lässig zum Oversize-Mantel, edel zum Tuch.
- Für Herren: zeitlos zu Tweed, Cord und Wollmantel – die stilvolle Alternative zur Strickmütze.
- Für Reisende: Ein Barett wiegt kaum etwas und passt gefaltet in jede Tasche.

Häufige Fragen zum Barett
Was ist der Unterschied zwischen Barett und Baskenmütze?
Im Alltag meinen beide Begriffe dasselbe: eine runde, randlose Mütze aus gewalkter Wolle. Die Bezeichnung „Baskenmütze“ hat sich im Deutschen eingebürgert, obwohl die Mütze aus dem Béarn stammt.
Welche Größe brauche ich?
Messt euren Kopfumfang etwa einen Fingerbreit über den Augenbrauen. Viele Baretts sind dank der elastischen Strickbasis in Einheitsgröße erhältlich; im Zweifel beraten wir euch gern persönlich.
Wie pflege ich ein Barett aus Merinowolle?
Wolle reinigt sich weitgehend selbst: Nach dem Tragen gut auslüften lassen genügt meist. Flecken vorsichtig mit einer weichen Bürste oder lauwarmem Wasser behandeln und das Barett flach liegend trocknen – nie auf der Heizung.
Kann ich das Barett bei Regen tragen?
Bei leichtem Regen ja. Wird es doch einmal nass, in Form ziehen und flach an der Luft trocknen lassen.
Jetzt entdecken oder in Haag anprobieren
Ob Kobaltblau, klassisches Schwarz oder ein Modell mit Charakter: Unsere Laulhère-Baretts findet ihr ab sofort im Hutwelt-Shop.
→ Jetzt die Laulhère-Kollektion entdecken
Lieber erst fühlen, aufsetzen und vor dem Spiegel ausprobieren? Besucht uns bei Hut-Knittlberger in Haag in Oberbayern. Wir zeigen euch, wie euer Barett am besten sitzt – mit fast 500 Jahren Erfahrung im Rücken.


